
Vor ein paar Wochen fuhr ich nach San Gimignano (SI), um den Torre Salvucci Maggiore zu
besteigen, einen der berühmten Türme, die in dem mittelalterlichen San Gimignano wie die die
Gebäude der Skyline von Manhattan hervorstechen. Auf der Straße nach San Gimignano erblickt
man die Türme und kann verstehen, warum sie diesen Namen erhielten: Wolkenkratzer des
Mittelalters. Ähnlich dem Chrysler Building neben dem Empire State Building stechen die Türme
aus der Landschaft hervor, mit dem Unterschied, dass diese vor achthundert Jahren gebaut
wurden. Es ist absurd, dass niemand das Wort "Wolkenkratzer" jemals mit dem Bild von San
Gimignano assoziiert, denn hier, in dieser Stadt, findet man die Grundlagen der Eisentitanen, die
wir heute in den neuen Metropolen von unten betrachten.
San Gimignano ist weltberühmt : jeder hat mindestens einmal in seinem Leben von seinen hoch
aufragenden Türmen gehört, den Ort auf einem Foto im Internet gesehen oder seine Architektur
studiert, die seit dem Mittelalter nahezu intakt geblieben ist . Das kleine Städtchen in der
Provinz Siena liegt auf einem Hügel im Elsa-Tal 324 m.über dem Meeresspiegel und schaut auf
das Laub der Olivenbäume, die Schatten der Zypressen und die Weinberge, die es umgeben. Von
der UNESCO ist San Gimignano in den 90er Jahren als "Weltkulturerbe" für sein charakteristisches
Erscheinungsbild aus dem 13./14. Jahrhundert ausgezeichnet worden.
Die "Maskottchen" der Stadt sind ohne Zweifel die Türme selbst: 1300 waren es 72, 1580 waren
es 25, heute sind es nicht mehr als vierzehn. Damals waren sie das Symbol der Macht jeder
Familie: je höher der Turm, desto wichtiger waren die Herren, die dort lebten. So begann dann
der Wettkampf der Türme in der Höhe bei dem die Adeligen durchaus auch unfair handelten um
zu gewinnen, denn sie schnitten teilweise die Spitze des Turmes der Gegner ab. Daraufhin wurde
eine Verordnung erlassen, in der es hiess, dass die Türme nicht höher als 51 Meternhoch sein
durften. Das wurde eingehalten bei allen Türmen ausser bei dem 54 m hohen Torre Grossa.
Das älteste Gebäude, der Torre Rognosa, stammt aus dem Jahr 1200 und ist 51 Meter hoch; die
anderen Türmeheissen: Turm des Teufels, Turm von Cugnanesi, Chigi-Turm, Torre dei Becci,
Campatelli Turm, Turm von Ardinghelli, der Glockenturm des Stifts, Kamm Turm, Ficherelli Turm,
der Turm des Palazzo Pellari, die Casa-Torre Pesciolini und die Torri (Türme) dei Salvucci. Diese
Türme sind Zwillingstürme, die im 13. Jahrhundert von der Familie Salvucci gebaut wurden, um
ihre unnachahmliche Macht in der Stadt zu demonstrieren. Die schwindelerregende Höhe war
jedoch nicht innerhalb der durch die Verordnung gesetzten Grenzen und wurde deshalb auf
verschiedene Höhen gekürzt: einer nannte sich daher "Torre Salvucci Minore" und der andere
“Torre Salvucci Maggiore".
Der Turm "Maggiore" wurde kürzlich renoviert, um den Gästen einen außergewöhnlichen
Aufenthalt in der Stadt zu ermöglichen. Seine einzige Wohnung besteht aus 10 miteinander
verbundenen Etagen mit 160 Stufen und einer Panoramaterrasse, von der aus man die
umliegende Landschaft bei 360 ° bewundern kann. Von der obersten Etage erstrecken sich die
sanften Hügel, die von den Weinbergen, den Türmen, den Steinhäusern, den Zypressen und
Olivenhainen gesäumt werden, so weit das Auge reicht. Im Gebäude neben dem Turm befindet
sich eine weitere Wohnung, deren Fenster direkt auf die Piazza del Duomo blicken und somit
einen schönen Panoramablick genießen. Es gibt keine Türme mit denselben Eigenschaften: die
altenWohnungen, die in den anderen Türmen gebaut wurden, sind nicht mehr bewohnbar und
man kann nicht alle anderen Gebäude besichtigen. Deshalb möchte die Posarelli-Villas den
Stadtbesuchern ein besonderes Erlebnis bieten, indem sie die beiden Wohnungen des SalvucciTurms
zum Vermieten anbieten und ihre Türen für Liebhaber der italienischen Geschichte und
Schönheit öffnen.
Im historischen Stadtzentrum gelegen, ermöglicht der Turm einen Urlaub in komfortabler und
ruhiger Umgebung, dank des Verkehrsverbots, das von der Stadt in dieser Gegend organisiert
wurde. Die unmittelbare Nähe zu vielen Restaurants, Museen und historischen Denkmälern ist
ebenfalls sehr angenehm. Wenige Kilometer von San Gimignano entfernt befinden sich Kunststädte wie Volterra (21 km),
Siena (47 km), Dörfer wie Certaldo (8 km) und Monteriggioni (21 km), die während ihres
Aufenthaltes in San Gimignano leicht zu erreichen sind.
Es gibt zu viele Stellen des toskanischen “New York” teils zu besichtigen, sodass der Besuch eines
Tages nicht ausreicht, um alles zu entdecken und zu würdigen.
Zum Beispiel beeindruckt die Piazza del Duomo mit der Anzahl sehr vieler sehr schöner
Gebäuden, die auf den Platz blicken und die Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert, die zu den
besten Beispielen des toskanische- romanischen Stils zählt und viele Fresken enthält. Der Palazzo
Comunale, die Piazza Pecori, der Palazzo Vecchio del Podestà, die Porta San Giovanni, die Rocca
di Montestaffoli, die Piazza S. Agostino, die Casa di Santa Fina, die Porta delle Fonti und die
Kirche mit dem ehemaligen Konservatorium von S. Chiara sind auf jeden Fall einen Besuch wert.
Neben unzähligen Entdeckungen die Sie machen werden, denken Sie daran, dass jede neue Stadt
eine kulinarische Tradition zu bieten hat: San Gimignano ist bekannt für Vernaccia, den weißen
Wein, der von Dante und Lorenzo dem Prächtigen geliebt wurden, und für den Safran, das gelbe
Gold, das in alten Zeiten als Währung verwendet wurde, um Schulden zu bezahlen. Es ist auch
diesem edlen Gewürz zu verdanken, dass der Reichtum und die Bedeutung dieser Stadt in der
Vergangenheit national anerkannt waren. Ein anderer Aspekt, der für San Gimignano von Vorteil
war, war seine Position entlang der berühmten Via Francigena, der alten Straße, die Canterbury
mit Rom verband und jedes Jahr von Tausenden von Pilgern überquert wurde.