
Florenz ist weltweit berühmt für die Schönheit seiner Architektur, Kunst, unzähligen Museen und historischen Gebäude. Zwischen den Straßen, hinter dem beeindruckenden Palazzo Pitti, verbirgt sich zudem ein bekanntes Freilichtmuseum: der „Giardino di Boboli“.
Die Geschichte des Gartens beginnt im Jahr 1418, als Luca Pitti das Grundstück erwarb, um seinen Palast zu errichten. Einige Quellen berichten, dass der Name „Boboli” von der Familie stammt, die zuvor Eigentümer des Geländes war und „Borgolo” hieß. Der Eigentümerwechsel fand 1549 statt, als die Familie Medici den Palazzo kaufte und Niccolò Tibolo sowie Bartolomeo Ammannati mit der Gestaltung des Gartens beauftragte, der die Arbeiten nach Tibolos Tod übernahm. Unter den Familien Lorena und Savoyen wurden die Arbeiten fortgesetzt, wobei der Stil der Spätrenaissance an ihre historische Epoche angepasst und zeitgenössische Stilelemente integriert wurden. Schließlich wurde der Park von Pietro Leopoldo di Lorena für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und 2013 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Der Giardino di Boboli ist ein historischer Stadtpark mit einer Fläche von 45.000 Quadratmetern und gilt als das größte, berühmteste und bedeutendste Beispiel für einen „italienischen Garten“. Er verfügt über vier öffentliche Eingänge: den Cortile dell'Ammannati, Forte del Belvedere, Porta Romana und die Piazza Pitti.
Der Garten ist auf zwei Achsen angelegt und umfasst beeindruckende Boulevards, Statuen, Brunnen, Meisterwerke des Manierismus sowie jahrhundertealte Bäume und labyrinthartige, von Vegetation umgebene Gassen. Zu seinen wunderschönen alten Gebäuden gehört das Amphitheater, ein ehemaliger Steinbruch, in dessen Mitte ein ägyptischer Obelisk thront. Hier finden Sie auch das „Bacino di Nettuno“ und den 1637 erbauten Brunnen, der von den Florentinern „la Forchetta“ („die Gabel“) genannt wird. Die Straße, die die Terrassen bis zur Porta Romana verbindet, heißt „Viottolone“, deren Tunnel aus geflochtenen Steineichen eine wahrhaft magische Atmosphäre schafft.
Im Garten können Sie zudem den von Michelangelo entworfenen „Prato del Cavaliere“, die „Grotta di Madama“ von Tribolo, die mediceische „Limonaia“ und das „Kaffeehaus“ bewundern – ein 18. Jahrhundert erbautes Gebäude, das in der symbolischen hellgrünen Farbe der Lorena gestrichen ist.

Der reizvollste Ort im Park ist wahrscheinlich die „Grotta del Buontalenti“, die zwischen 1583 und 1593 von Giorgio Vasari und Bernardo Buontalenti erbaut wurde. Diese beeindruckende dreiteilige Höhle ist reich verziert mit Stalagmiten, Fresken, Stalaktiten und Skulpturen. Neben den kunstvollen Wasserspielen gab es in der Grotte einst ein großes Becken mit vielen Fischen.
Der erste Raum simuliert mit zahlreichen Tierskulpturen eine natürliche Umgebung und beherbergte früher Michelangelos „Prigioni“, die heute in der Galleria dell'Accademia ausgestellt sind. Im zweiten Raum stehen Statuen von Vincenzo de Rossi, die Paris und Helena darstellen, während der dritte, dunklere Raum Giambolognas „Venus“ präsentiert. Das zentrale Dekorationsthema dreht sich um die geheimen Liebesbegegnungen zwischen Großherzog Franz I. und seinen Geliebten. Der künstlerische Stil ist manieristisch und basiert auf der harmonischen Verschmelzung von künstlichen und natürlichen Elementen.

Worauf warten Sie noch? Planen Sie Ihren Besuch in den Boboli-Gärten! Der Eintritt kostet 7 €, ermäßigt 3,50 €, und für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Zugang frei. Der Garten hat täglich ab 8 Uhr geöffnet, jedoch empfehlen wir, die aktuellen Öffnungszeiten auf der offiziellen Website zu überprüfen, da sie monatlich variieren können.
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